Fieberthermometer kaufen

fieberthermometer kaufenSie möchten ein neues Fieberthermometer kaufen, wissen aber angesichts der vielen unterschiedlichen Modelle nicht, für welches Sie sich entscheiden sollen? Dann sind Sie hier richtig.

Wir beantworten mit Ihnen gemeinsam die wichtigsten Fragen:

  • Welche Arten von Fieberthermometern gibt es?
  • Wo liegen die Unterschiede zwischen digitalem Thermometer, Ohrthermometer und Stirnthermometer?
  • Welche Vorteile und Nachteile haben die verschiedenen Modelle?
  • Wie werden die einzelnen Fieberthermometer richtig angewendet und was gibt es zu beachten?

Bevor Sie sich konkret entscheiden können, ist es wichtig zu wissen, wie und an welchen Stellen des Körpers man überhaupt Fiebermessen kann.

Fiebermessen – die verschiedenen Messmethoden

Mit den heute verwendeten elektronischen Geräten geht Fiebermessen einfach, schnell und genau. Wahlweise kann das Fieber

  • im After (rektal)
  • unter der Zunge (oral)
  • unter der Achsel (axillar)
  • im Ohr
  • auf der Stirn

gemessen werden. Da die Körpertemperatur je nach Messort variiert, sollten die Messergebnisse verschiedener Messmethoden nicht verglichen werden.
Nicht jeder mag die Messung im Po. Vor allem Kinder wehren sich oft heftig. Mit den modernen Ohr- und Stirnthermometern stehen jedoch gute Alternativen zur Verfügung.

Gut zu wissen: Körperkerntemperatur vs. Oberflächentemperatur

Mit der Körpertemperatur ist in der Regel die Körperkerntemperatur, also die Temperatur der lebenswichtigen inneren Organe gemeint. Diese liegt beim gesunden Menschen normalerweise zwischen 36,5 und 37,4 Grad Celsius. Der rektale Wert ist der Körperkerntemperatur am nächsten. Auch die Wärmestrahlung des Trommelfells liefert ein gutes Ergebnis. Die Temperatur unter der Zunge, unter der Achsel und auf der Hautoberfläche z.B. der Strirn liegt meist (deutlich) niedriger. Insbesondere die Temperatur der Hautoberfläche ist darüber hinaus stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Das Messergebnis wird also auch davon abhängen, wo Sie messen.

Als Normaltemperatur geben medizinische Lehrbücher an:

  • Rektal (im After): 36,6 °C – 38,0 °C
  • Aurikulär (im Ohr, d. h. am Trommelfell): 35,8 °C – 38,0 °C
  • Oral (im Mund): 35,5 °C – 37,5 °C
  • Axillär (unter der Achsel): 34,7 °C – 37,5 °C

Eigenschaften eines guten Fieberthermometers

Welche Eigenschaften sollte ein gutes Fieberthermometer haben? An erster Stelle steht dabei sicherlich die Messgenauigkeit. Gemäß der DIN-Norm dürfen die Messabweichungen bei Kontaktthermometern +/- 0,1 Grad Celsius nicht überschreiten, bei Ohr- und Stirnthermometern beträgt die maximale Toleranz +/- 0,3 Grad Celsius. Diese Vorgabe müssen alle in Deutschland verkauften Fieberthermometer erfüllen.

Darüber hinaus sollte das Thermometer schnell und unkompliziert in der Anwendung sein und leicht zu reinigen.

Hier gibt es je nach Bauart große Unterschiede. Während die Messdauer bei ein klassischen Glasthermometer mehrere Minuten beträgt, liegt das Ergebnis bei den modernen digitalen Thermometern (abhängig vom Messort) bereits nach ca. einer Minute vor. Noch schneller geht es bei Ohr- und Stirnthermometern, die nur wenige Sekunden für die Ermittlung der Temperatur benötigen.

Viele elektronische Fieberthermometer haben inzwischen einen Messwertspeicher. Dieser kann bis zu 10 Messwerte (manchmal mit Datum und Uhrzeit) speichern und gibt so einen guten Überblick über den Fieberverlauf.

Ein gut und intuitiv ablesbares Display erleichtert die Handhabung des Fieberthermometers. Im Messbereich von 36 – 44 Grad Celsius sollte es über eine Auflösung von 0,1 Grad Celsius verfügen.

Wichtig bei batteriebetrieben Modellen: Lassen sich die Batterien wechseln? Das ist nicht bei allen Geräten möglich. Im dümmsten Fall muss das Thermometer entsorgt und durch ein Neues ersetzt werden. Optimal ist es, wenn das Fieberthermometer eine schwache Batterie durch ein optisches oder akustisches Signal anzeigt. Andernfalls kann es unbemerkt zu Messfehlern kommen. Eine Abschaltautomatik schont die Batterien und verlängert die Betriebsdauer.

Last but not least: Die Fiebermessung im Ohr oder auf der Stirn ist sicherlich deutlich angenehmer als das Thermometer im Po. Allerdings ist es bei allen Modellen unumgänglich, die Gebrauchsanweisung des Herstellers gewissenhaft zu beachten, um ein genaues Messergebnis zu erzielen und Messfehler zu vermeiden.

Fieberthermometer – die verschiedenen Typen

Kontaktthermometer

Kontaktthermometer gibt es in verschiedenen Versionen. Als Glasthermometer (inzwischen eher selten) oder als moderne digitale Fieberthermometer.

Glasthermometer

Glasthermometer werden auch Ausdehnungsthermometer genannt, da sie eine Flüssigkeit enthalten, die sich bei Kontakt mit Wärme ausdehnt. Früher wurde giftiges Quecksilber verwendet, heute greift man auf Alkohol oder ungiftige Metallgemische aus Gallium, Indium und Zinn (kurz Galinstan) zurück.

Die Fiebermessung erfolgt wahlweise im After (genau aber unangenehm), unter der Zunge (auf die richtige Anwendung achten) oder in der Achselhöhle (auf Grund der großen Abweichungen eher nicht zu empfehlen).

In Anbetracht der Bruchgefahr und der langen Messzeiten bin zu mehreren Minuten werden Glasthermometer heute kaum noch gekauft.

Digitale Fieberthermometer

Beurer digitales Fieberthermometer FT09

Beispiel: Beurer digitales Fieberthermometer FT09

Die Begriffe digitales Fieberthermometer und elektronisches Fieberthermometer bezeichnen das gleiche Gerät: Ein Fieberthermometer, das mit Batterien betrieben wird und die Körpertemperatur auf einem Display anzeigt. Digitale Fieberthermometer messen die Temperatur schnell und zuverlässig. Sie sind einfach zu benutzen und abzulesen.
Die Messung erfolgt bevorzugt im After, unter der Zunge (wichtig ist dabei die richtige Position) oder in der Achselhöhle (recht ungenau). Meist ertönt ein Signalton, sobald die Messung abgeschlossen ist.

Vorteile:

  • sehr hohe Messgenauigkeit
  • günstiger Preis

Nachteile:

  • die genaueste Temperaturmessung erfolgt im Po, was nicht jeder mag
  • unangenehm, bei Kindern oft schwierig
  • die Messung im Mund und unter der Achsel ist fehleranfällig und ungenau
  • Verletzungsgefahr

Infrarotthermometer

Infrarotthermometer messen die von Stirn oder Trommelfell abgestrahlte Wärme. Diese wird über eine Linse aufgenommen und nach der Umrechnung in einen Temperaturwert als Körpertemperatur angezeigt. Man unterscheidet Ohrthermometer, Stirnthermometer und kombinierte Ohr-/Stirnthermometer.

Ohrthermometer

Beurer Ohrthermometer FT78

Beispiel: Beurer Ohrthermometer FT78

Ein Ohrthermometer misst Infrarotstrahlen (Wärmestrahlen), die das gut durchblutete Trommelfell aussendet und die der Körperkerntemperatur entsprechen. Die relativ genaue Temperaturmessung erfolgt innerhalb weniger Sekunden. Das Messergebnis wird auf einem Display angezeigt.

Vorteile:

  • angenehmer als andere Messmethoden
  • gut geeignet für Babys und Kinder denen eine Messung im Po unangenehm ist
  • recht genaues Messergebnis
  • hohe Messgeschwindigkeit

Nachteile:

  • etwas Fingerspitzengefühl erforderlich, da die Sondenspitze genau platziert werden muss
  • nicht geeignet bei Ohrentzündungen und sehr viel Ohrschmalz
  • nicht geeignet für Säuglinge unter 3-6 Monaten, da der Gehörgang noch zu eng ist

Eines der beliebtesten und meistverkauften Ohrthermometer ist sicherlich das Braun ThermoScan 7 IRT 6520, das es auch in unsere ganz persönlichen Top 10 der besten Fieberthermometer geschafft hat.

Schläfen- bzw. Stirnthermometer

Beurer Stirnthermometer FT90

Beispiel: Beurer Stirnthermometer FT90

Stirnthermometer, auch Schläfenthermometer genannt, messen die Temperatur der Stirn mittels Infrarotsensor und errechnen unter Berücksichtigung der Umgebungstemperatur die Körperkerntemperatur. Einfache Modelle werden durch leichtes Rollen über die Oberfläche der Haut geführt oder an die Schläfe gehalten. Hochwertigere Geräte ermitteln die Temperatur kontaktlos.

Vorteile:

  • hygienisch, da keine Messung in Körperöffnungen notwendig ist
  • angenehmer als andere Messmethoden
  • hohe Messgeschwindigkeit
  • gut geeignet für Babys und Kinder denen eine Messung im Po unangenehm ist

Nachteile:

  • verhältnismäßig ungenau, da die Hautoberfläche kühler ist, als die Temperatur im Körperinneren

Das Medisana FTN Infrarot-Fieberthermometer und das abgebildete Beurer FT 90 gehören zu den beliebtesten Stirnthermometern, die es auch in unsere Top 10 geschafft haben.

Kombinierte Ohr-/Stirnthermometer

Kombithermometer lassen sich meist durch einen kleinen Aufsatz vom Ohr- zum Stirnthermometer umrüsten. Dabei ist das Messergebnis bei der Anwendung im Ohr in aller Regel etwas genauer als bei der Stirnmessung.

Gut zu wissen: Technische Messgenauigkeit vs. tatsächliche Messgenauigkeit im Alltag

Bei der Beurteilung der Messgenauigkeit eines Fieberthermometers ist die technische Messgenauigkeit von der Genauigkeit in der klinischen Anwendung zu unterscheiden.

Erstere – also die technische Messgenauigkeit – wird unter idealisierten Bedingungen geprüft und gewährleistet die Qualität und Gerätegüte des jeweiligen Thermometers. So ist ein Messbereich von mindestens 35° C bis 42° C bei einer Auflösung von 0,1° C gefordert. Die Einzelheiten sind in verschiedenen technischen Normen, u.a. der DIN EN 12470-x hinterlegt.

Nicht zu verwechseln ist die technische Messgenauigkeit mit der tatsächlichen Messgenauigkeit in der praktischen Nutzung des Fieberthermometers im Alltag. Diese wird insbesondere durch die Messmethode, den Ort der Messung und die korrekte Anwendung beeinflusst. Anders ausgedrückt: Das Fieberthermometer kann die Temperatur durchaus exakt messen. Wird die Temperatur aber an der falschen Körperstelle ermittelt oder wird das Thermometer falsch angewandt, so wird dennoch nicht die korrekte Körperkerntemperatur angezeigt. Nicht nur aus diesem Grund gilt: Beachten Sie stets die Bedienungsanleitung zu Ihrem Fieberthermometer!

Mehr Wissen …

Neben den wichtigsten Informationen zum Kauf eines Fieberthermometers haben wir für Sie Wissenswertes

  • zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Fieber
  • zur richtigen Technik beim Fiebermessen und
  • vieles mehr

zusammengestellt. Ergänzt wird das Ganze um

  • ein Glossar mit häufig verwendeten Fachausdrücken,
  • Hinweisen auf weiterführende Links und Literatur sowie
  • aktuellen News und Infos.

Hinweis zu medizinischen Informationen

Bitte beachten Sie stets: Die medizinischen Informationen auf diesen Seiten wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Dennoch kann und will eine Interseite wie diese den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Fieber weist immer auf eine Krankheit hin und sollte daher entsprechend ernst genommen werden.

Wenn Sie oder Ihre Kinder Fieber haben: Konsultieren Sie einen Arzt! Klären Sie mit Ihm gemeinsam die Ursachen des Fiebers und die notwendige Behandlung!